Filmbeschreibungen

Der Mai im Camillo...


Neiße FilmFestival 2019

Zum NFF-Programm im Camillo:

CIRKUS RWANDA / ZIRKUS RUANDA / CYRK RWANDA

 

 

CZ, SK | 2018 | 80 min | Dokumentarfilm

Regie: Michal Varga

 

Was passiert, wenn Europa und Afrika auf der Bühne eines modernen Zirkus aufeinandertreffen? Rostislav Novák, Direktor des Prager Cirk La Putyka, plant eine gemeinsame Aufführung mit einer Akrobatentruppe aus Ruanda. Können zwei Teams mit so unterschiedlichen Tempi und Stilen zusammenarbeiten? Welche Vorstellungen und Vorurteile kommen zum Tragen und ins Wanken? Der Dokumentarfilm gewährt einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen zu den Vorbereitungen der Show Hit, tell the Difference vom Prager Letní Letná Festival.

 

DAS LETZTE LAND / OSTATNIA ZIEMIA / POSLEDNÍ ZEMĚ

 

DE | 2019 | 113 min | Spielfilm 

Regie: Marcel Barion

Darsteller*innen: Torben Föllmer, Milan Pešl

 

In einer fernen Zukunft, auf einem Planeten jenseits des Sonnensystems, treffen Ausbrecher Adem und Deserteur Novak aufeinander. Ein verlassenes Raumschiff, auf das sie zufällig stoßen, kommt für ihre Flucht wie gerufen. Es gelingt ihnen, das alte Schiff für einen letzten Flug startklar zu machen, und in den Weiten des Weltalls zu verschwinden, auf der Suche nach einem besseren Ort. Der über Crowdfunding finanzierte Film, mit viel Liebe zum analogen Sci-Fi-Genrekino, feierte nach fast sechs Jahren Produktionszeit seine umjubelte Premiere beim diesjährigen Filmfestival Max Ophüls Preis.

 

 

GOŚĆ / DER GAST / HOST

 

 

Regie: Sebastian Weber

PL | 2018| 30 min | Dokumentarfilm

 

Wojtek ist Landwirt. Trotz eines harten Arbeitslebens hat er nie Lebensfreude und Humor verloren. Doch als er Pawel aufnimmt, einen jungen Alkoholiker, steht er vor großen Herausforderungen.

 

MIŁOŚĆ BEZWARUNKOWA / BEDINGUNGSLOSE LIEBE / BEZPODMÍNEČNÁ LÁSKA / UNCONDITIONAL LOVE

 

PL | 2018 | 40 min | Dokumentarfilm

Regie: Rafał Łysak

 

Teresa ist 80 Jahre alt und tief religiös. Als ihr Enkel Rafal seine Homosexualität offenbart, bricht für sie eine Welt zusammen: moralisch und individuell. Der Film dokumentiert die aufkommenden Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen den Generationen und ihren Prägungen. Authentisch und nah begleitet die Kamera beide Protagonisten im Alltag, reflektiert ihre Sorgen und Träume, ihre Gewissheiten und Zweifel. Doch so unterschiedlich ihre Ansichten auch sind, eine tiefe Liebe zwischen ihnen und die persönliche Wertschätzung füreinander sind immer spürbar.

 

Zu Gast: Rafał Łysak

 

 

HUNGARY 2018 BEHIND THE SCENES OF DEMOCRACY / UNGARN 2018 HINTER DEN KULISSEN DER DEMOKRATIE / MAĎARSKO 2018 V ZÁKULISÍ DEMOKRACIE / WĘGRY 2018 ZA KULISAMI DEMOKRACJI

 

HU, PT | 2018 | 82 min | Dokumentarfilm

Regie: Eszter Hajdú

 

28 Jahre nach dem Fall des Kommunismus und vor einer wegweisenden Präsidentschaftswahl in Ungarn dokumentiert Filmemacherin Eszter Hajdú das absurd anmutende Panoptikum der dortigen Progagandaschlacht. Folgen weitere vier Jahre Rechtspopulismus und bleibt Viktor Orbán an der Macht oder können sich pro-europäische Kräfte durchsetzen? Der Film begleitet beide Kampagnen aus einem nahen wie prickelnden Blickwinkel. So entstand ein mutiger Bericht über einen komplexen politischen Diskurs und ein Film für all diejenigen, die den europaweiten Aufstieg des Nationalismus besser verstehen wollen.

 

Zu Gast: Eszter Hajdú

 

konzert: Steppenkind

 

 

Das Berliner Trio Steppenkind verbindet die tiefe Baritonstimme des irischen Texters Brendan Cleary mit der multi-instrumentalen Soundlandschaft von Can Winter und Hotte Schulz mittels elektro-akustischen Drums und analogen Synthesizern. Ihr Debütalbum "Walk Along Your River" (2018) ist eine atmosphärische Reise quer durch ineinander fließende Genres von Ambient, Dark Wave bis hin zu Echos der Clubszene in Berlin. Bei Live-Konzerten driften ihre neuen Songs immer mehr in tanzbare und elektronische Raves ab. Es geht aber auch mal eine Spur sanfter und mit Spoken Words, die sich gekonnt über den jeweiligen Sound legen. Cheers!

 


Kurzfilmprogramm 3

 

Infos zu den einzelnen Kurzfilmen findet Ihr hier!

Vortrag: Der blick von unten

 

Wie das sächsische Lokalfernsehen die Transformation ins vereinte Deutschland begleitete

(1989–1995)

 

Der Verlust von Vertrautem und die Suche nach Neuem kennzeichnen die frühen Jahre des deutschen Vereinigungsprozesses. Vieles von dem, was heute aufbricht, wurde damals unter- oder falsch bewertet, in der Hektik jener Zeiten mitunter missachtet, überdeckt durch allzu viele Herausforderungen, Verheißungen und Möglichkeiten. Heute stellt sich so manch verdrängte Frage neu. Mit Material des sächsischen Lokalfernsehens aus der frühen Nachwendezeit liegen von einem derartig einschneidenden Umbruch in der Geschichte kontinuierliche Fernsehbilder vor: aus Sachsen – und der Oberlausitz. Das ist nicht nur wissenschaftlich, sondern auch kulturhistorisch von großer Bedeutung. Gezeigt werden bewegte und bewegende Nah-Bilder, Kontinuität und Brüche, Euphorie und (allzu schnell) enttäuschte Hoffnungen.

 

Referentin: Dr. Judith Kretzschmar, Universität Leipzig

Moderation: Cosima Stracke-Nawka, Netzwerk Lausitzer Filmschaffender

 

FORTSCHRITT IM TAL DER AHNUNGSLOSEN / POSTĘP W DOLINIE NIEŚWIADOMYCH / POKROK V ÚDOLÍ NICNETUŠÍCÍCH

 

 

DE | 2019 | 67 min | Dokumentarfilm

Regie: Florian Kunert

 

Der Regisseur reist in seine sächsische Heimat einst auch Tal der Ahnungslosen genannt, weil Westfernsehen hier kaum zu empfangen war. In den Ruinen des ehemaligen Landmaschinen-Kombinats Fortschritt leben heute syrische Asylbewerber. Diese treffen auf ehemalige Werksarbeiter, der Deutschkurs wird zur Staatsbürgerkunde, ein gemischter Chor singt DDR-Lieder. Grenzen zwischen damals und heute verschwimmen. Der Blick zurück fällt für Sachsen eher milde aus, während junge Syrer nach vorne schauen. Die Fortschritt -Ruine wird zum (n)ostalgischen Symbol verlorener Heimat.

 

Zu Gast: Florian Kunert

 

7 UCZUĆ / 7 EMOTIONEN / SEDM EMOCÍ / 7 EMOTIONS

 

 

PL | 2018 | 117 min | Spielfilm

Regie: Marek Koterski

Darsteller*innen: Michał Koterski, Marcin Dorociński, Katarzyna Figura, Małgorzata Bogdańska

 

Angst, Wut, Trauer, Freude, Ekel, Eifersucht und Scham: Der Ausdruck dieser elementaren Gefühle war für Adam Miauczyński als Kind ein echtes Problem wie für die meisten von uns. Um sein Erwachsenendasein zu verbessern, will er in seine Kindheit zurückkehren und diese Emotionen neu durchleben. Er begibt sich auf eine wagemutige Reise in die Vergangenheit, voller komischer und emotionaler Situationen. In der Tragikomödie meldet sich die Kunstfigur Adam Miauczyński, die bereits in verschiedenen Filmen von Marek Koterski aufgetreten ist, nach sieben Jahre Leinwandabwesenheit zurück.

 

FUGA / FLUCHT / ÚTĚK

PL, CZ, SE | 2018 | 102 min |Spielfilm

Regie: Agnieszka Smoczyńska

Darsteller*innen: Gabriela Muskała, Łukasz Simlat, Małgorzata Buczkowska, Zbigniew Waleryś, Halina Rasiakówna

 

Nach einem Gedächtnisverlust hat sich Alicja ein vollkommen neues Leben aufgebaut. Die Vergangenheit interessiert sie nicht. Nachdem sie jedoch in einer TV-Talkshow erkannt wird, kehrt sie wieder in ihr Dasein als Ehefrau, Mutter und Tochter zurück. Doch das funktioniert nicht. Ihr Ehemann und ihr Sohn erkennen die Frau nicht mehr, die sich wie eine Fremde verhält. Und in ihr selber wächst die Rebellion gegen eine Rolle, in die sie vielleicht noch nie gepasst hat. Das vielfach preisgekürte Drama wirft viele universelle Fragen nach Identität und Erwartungen auf.

 

 


CHVILKY / MOMENTE / CHWILKI

 

CZ, SK | 2018 | 95 min | Spielfilm

Regie: Beata Parkanová

Darsteller*innen: Jenovéfa Boková, Jaroslava Pokorná, Viktor Tauš, Alena Mihulová, Martin Finger, Lenka Vlasáková

 

 

Anežkas Leben ist fremdbestimmt. Von den Ansprüchen und Ratschlägen der besserwisserischen Großmutter, der depressiven Mutter, dem energiegeladenen Vater und dem Zeitplan ihres verheirateten Liebhabers. Um es allen recht zu machen, scheint die junge Frau ihren Eigenwillen komplett aufgegeben zu haben. Doch dieser Zustand der Gleichgültigkeit kann nicht ewig währen. Der Debütfilm von Beata Parkanová erzählt mit viel Humor und einer bemerkenswerten Beobachtungsgabe von den Fallstricken des Lebens und schildert Situationen, Beziehungen und Begegnungen, die einem irgendwie bekannt vorkommen.

 

SVIDETELI PUTINA / PUTINS ZEUGEN / SVĚDKOVÉ PUTINOVI / SWIADKOWIE PUTINA

 

 

LV, CH, CZ | 2018 | 102 min | Dokumentarfilm

Regie: Vitaly Mansky

 

So nahe kam Putin vermutlich kein Filmemacher mehr! 1999 überraschte Boris Jelzin die Welt mit der angekündigten Amtsübergabe an Wladimir Putin. Dessen Team wiederum engagierte den ukrainischen Filmemacher Vitaly Mansky, um Putin im Amt zu begleiten. Nun kehrt der Porträtist zu seinen intimen Aufnahmen zurück, mit einem geänderten Fokus. Putins Zeugen berichten über dessen erstes Jahr an der Macht und einen erstarkten Nationalismus. Rückblickend sieht Mansky dabei seine eigene Rolle kritischer und stellt die Frage nach einer möglichen Mittäterschaft aller Involvierten im System Putin.

 

КИСЛОТА (KISLOTA) / SÄURE / KWAS / KYSELINA

 

RU | 2018 | 98 min | Spielfilm

Regie: Alexander Gorchilin

Darsteller*innen: Filipp Avdeev, Alexander Kuznetsov, Arina Shevtsova, Savva Saveliev

 

 

Das Regiedebüt des 26-jährigen russischen Schauspielers Alexander Gorchilin kommt wie ein visueller Trip daher. Bereits die erste Sequenz schockiert: Vanya springt nackt in den Tod. Ohne Halt geht es weiter Clubs, Partys und Drogen bestimmen die Szenerie, ehe der Film die titelgebende Säure ins Visier rückt und damit die Kunst und ihre Protagonisten porträtiert: junge Russen, die selbst keinen Halt zu finden scheinen im heutigen Russland, die in ihrem Aufbruch Orientierung und einen Rhythmus suchen zwischen Obsession und Kirche, zwischen Sportgymnastik und der Kunst.

 

 

Kinderkino: LOGONJE / DIE KLEINEN HEXENJÄGER / LOVCI ČARODĚJNIC / ŁOWCY CZAROWNIC

  

RS, MK | 2018 | 90 min | Spielfilm

Regie: Raško Miljković

Darsteller*innen: Mihajlo Milavić, Silma Mahmuti, Jelena Đokić, Bojan Žirović, Jelena Jovanova

 

In seiner Fantasie ist Jovan ein Superheld. Tatsächlich ist der Zehnjährige durch eine Behinderung jedoch körperlich eingeschränkt und zieht sich oft zurück. Das ändert sich erst, als ein neues Mädchen in die Klasse kommt. Gemeinsam mit Milica wollen sie nämlich eine Hexe jagen als solche sieht Milica die neue Freundin ihres Vaters. Denn diese hat sie und ihre Mutter vertrieben und ihren Vater verhext. Nun ist Jovan und seine Hilfe gefragt. In ihrem Alltag zwischen Schule und Physiotherapie schreiten die beiden kleinen Hexenjäger zur Tat, auch um Milicas Eltern wieder zusammen zu bringen.

 

 

PREISTRÄGERFILME / POKAZY NAGRODZONYCH FILMÓW / OCENĚNÉ FILMY

 

Wurden beim ersten NFF 2004 nur zwei Preise vergeben, erhalten mittlerweile zehn Filme einen der begehrten Neiße-Fische. Die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner werden bei der Preisverleihung am Samstag im Miejski Dom Kultury in Zgorzelec verkündet. Wer nicht alle Filme des Festivals sehen konnte, hat die Chance, ausgewählte Preisträgerfilme in Sondervorführungen am Tag darauf zu genießen. Wann welcher Preisträgerfilm läuft, wird am Samstag, den 11. Mai 2019 gegen 21 Uhr auf www.neissefilmfestival.net unter "Aktuell" bekannt gegeben.

 

 


IDAHIT* 2019 in Görlitz /18.05.2019

 

Im Rahmen des Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit (IDAHIT*) schaffen wir mit einer Aktionswoche Sichtbarkeit von Geschlechtervielfalt.

 

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei!

 

Programm:

 

18.00 Uhr // Camillo Kino, Handwerk 13

Lesung mit Ika Elvau + Diskussion

Ika Elvau ist Autor*in des Buches Inter*Trans*Express – Eine Reise an und über Geschlechtergrenzen

 

19.30 - 21.00 Uhr // Rathaus

Infostand mit Redebeiträgen: Wir zeigen öffentlich Präsenz und setzen ein Zeichen gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit. Seid dabei!

 

21.00 Uhr // Rathaus

Kurzfilm-Open-Air; Projektion an die Rathauswand

* Neko No Hi - Cat Days (Jon Frickey, BRD 2018, 11 min)

* Nasser (Melissa Martens, NL 2015, 19 min)

* Dawn (Jake Graf, UK 2016, 14 min)

* Mrs McCutcheon (John Sheedy, Australien 2017, 17 min)

Alle Filme laufen mit deutschen Untertiteln. 

 

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Jährlich bietet der Tag gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit (IDAHIT*) einen Anlass zur Erinnerung daran, dass Homosexualität erst am 17.05.1990 aus dem Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation gestrichen wurde.

 

Wir wollen gemeinsam mit Euch für gleiche Rechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*-, inter*geschlechtlichen und queeren Menschen sowie Asexuellen/Aromantischen (LSBTIQA*) streiten und jeder Ideologie der Ungleichwertigkeit entgegentreten.

 

Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit gelten auch 2019 noch als Geschlechtsdifferenzierungs- bzw. Geschlechtsidentitätsstörungen. In Bezug auf gleichgeschlechtliche Lebensweisen ist ebenfalls noch keine volle Gleichstellung erreicht. Nicht zuletzt der aktuelle rechtskonservative Rollback und sog. „besorgte Eltern“ erfordern ein aktives Zeichen gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit in Görlitz, Sachsen und überall.

Selbstbestimmt, offen und diskriminierungsfrei – eine demokratische Gesellschaft muss es allen Menschen ermöglichen, jederzeit und an jedem Ort ohne Angst verschieden sein zu können. Gewalt und Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*-, inter*geschlechtlichen und queeren Menschen sowie Asexuellen/Aromantischen haben keinen Platz in Sachsen.

 

LSBTIQA*-Rechte sind Menschenrechte!

 

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In Kooperation mit: Gerede E V Dresden, Queer durch Sachsen, Netzwerk Queer in Görlitz

 

 

Gefördert durch:


stummfilmkunst³

 

3 Filme| 3 Livebands| 3 Orte in Görlitz

 

  • Der Mann mit der Kamera: 17.05.2019, 21.00 Uhr im KUGEL – Café, Bistro & more
  • Der Kameramann: 31. Mai 2019, 21.00 Uhr auf den ZuVi2019

 

 

 

 

 

Der Mann mit der Kamera (Veranstaltung 2)

 

 

Sowjetunion, 1929, Laufzeit: 67 Min., Regie: Dsiga Wertow 

Live-Soundtrack: Quartett: Tomek Soltys - Klavier; Nolan Quinn - Trompete; Brian Quinn - Schlagzeug; Simon Quinn – Kontrabass (Berlin)

 

Der Mann mit der Kamera ist ein filmisches Manifest, von dessen avantgardistischem Wagemut das Kino als Kunstform weiterhin zehrt. Ein wegweisendes Experiment und eines der erstaunlichsten Filmdokumente seiner Zeit: Dsiga Wertow dokumentiert den Tagesablauf einer großen sowjetischen Stadt, montiert aus Moskau, Kiew und Odessa. Er verzichtet auf narrative und inszenierend-gestaltende Elemente und setzt allein auf die Wirkung der Montage. Filme sollten nach Wertows Überzeugung generell und ausnahmslos das »Leben so zeigen, wie es ist«; jede Art von Inszenierung war ihm Verfälschung und Unterschätzung des Publikums.

 

Diese Veranstaltung wird unterstützt durch: 

SIS - Schweizer Interpreten Stiftung, 

Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia,

Stiftung Levedo

 

Einlass ab 20.30 Uhr

Eintritt: 5 – 8 €

 

Der Kameramann (Veranstaltung 3)

 

USA, 1928, Laufzeit ca. 70 Min., Regie: Edward Sedgwick, Buster Keaton

Stummfilm-Vertonung live am Klavier: Richard Siedhoff (Weimar)

 

Bis heute gilt Der Kameramann als eines der letzten einer Reihe brillanter Buster Keaton Werke und hat diesen mit seinen einmalig-urkomischen Passagen als Komikerlegende etabliert. Die Filmstudios MGM machten den Film jahrzehntelang zur Pflichtschau für ihre Drehbuchautoren, damit diese lernen wie eine perfekte Komödie aufgebaut ist.

New York City in den 1920ern. Buster arbeitet als einfacher Straßenfotograf, dabei verliebt er sich in die schöne Sally Richards, die für die Wochenschau bei MGM arbeitet. Dort will er sich bewerben, um Sally näher zu sein. Doch der Kameramann Harold ist ebenfalls in Sally verliebt und weist Buster ab. Es entspinnt sich eine rasante Geschichte, in der Buster um das Herz Sallys kämpft und beweisen möchte, dass er das Zeug zu einem echten Kameramann hat…

 

Zum ersten Mal wird im Rahmen der Zukunftsvisionen eine Stummfilmvorführung auf alter Technik mit Live-Musik stattfinden. 

Am Abend des 31. Mai spielt der Pianist Richard Siedhoff live seine eigens komponierte Filmmusik zum Klassiker Der Kameramann (1928), eine in Deutschland selten gezeigte Stummfilmkomödie mit dem großen Buster Keaton. 

 

 

Einlass ab 20.30 Uhr

Eintritt: 5 – 8 €

 

 


BEST OF FILMFEST DRESDEN

Kurzfilme auf den Zuvi 2019 (27.05.2019/21 Uhr)

 

21 Uhr am 27.05.2019 bei den Zukunftsvisionen (Uferstraße 29 Görlitz)

 

Im Rahmen von Zukunftsvisionen 2019 zeigt das Camillo Kino ein Kurzfilm-Programm von 74 min. mit Preisträgerfilmen der diesjährigen Festivaledition des Filmfest Dresden. Dramatisch, berührend und manchmal unfreiwillig komisch. Nicht verpassen!

 

 

 

Programm:

 

 

Iktamuli

Anne-Christin Plate | Deutschland 2019 | Animation | 5 min | deutsche OF

 

Der Film veranschaulicht die Gedanken und Gefühle einer Mutter bezüglich ihres

sogenannten geistig behinderten Sohnes. Im Alltag kommen in ihr ambivalente Gefühle auf

und sie kämpft damit, ihn so zu akzeptieren, wie er ist.

 

 

Goldener Reiter Animationsfilm Nationaler Wettbewerb 2019.

 

 

 

Fauve

Jérémy Comte | Kanada 2018 | Spielfilm | 16 min | englische Untertitel

 

 

In einem Tagebau versinken zwei Jungs in einem scheinbar unschuldigen Machtspiel mit

Mutter Natur als einziger Beobachterin.

 

Goldener Reiter des Publikums Internationaler Wettbewerb 2019.

 

 

 

Manila is Full of Men Named Boy

Andrew Stephen Lee | Philippinen/USA 2018 | Spielfilm | 20 min | englische Untertitel

 

Manila, 7. Juli 2009. Während auf den Philippinen Michael Jacksons Bestattungsfeierlichkeiten

trotz Terroranschlägen im Süden im Fernsehen übertragen werden, kauft ein

Sohn ein Kind, um seinen Vater zu beeindrucken.

 

Goldener Reiter Kurzspielfilm Internationaler Wettbewerb 2019.

 

 

 

nicht im traum

Astrid Menzel | Deutschland 2018 | Spielfilm | 21 min | dt. OF

 

 

Ein älteres Paar kämpft um seine Würde und balanciert am Rande der früheren Existenz.

Beide widersetzen sich dem neuen Leben, das von Krankheit und Pflege geprägt ist. Ein

Besuch von ihrer Tochter könnte der Wendepunkt sein.

 

Filmförderpreis der Kunstministerin 2019.

 

 

 

Sorge 87

 

Thanh Nguyen Phuong | Deutschland 2018 | Animadok | 11 min | dt. OF/ dt. UT

 

Das Klappern von Nähmaschinen, das Klappern von Erinnerungen. 1987 suchte die

sächsische Stadt Werdau Arbeitskräfte für die Textilindustrie. Wegen der Vollbeschäftigung

wurden die Jobs in Vietnam ausgeschrieben, wie damals in der DDR üblich. Viele kamen –

einige blieben.

 

 

Publikumspreis Mitteldeutsche Filmnacht 2019.