Filmbeschreibungen

Der März im Camillo...


The Farewell

USA, China 2019, Laufzeit: 98 Min., FSK 0

Regie: Lulu Wang

Darsteller:innen: Awkwafina, Zhao Shuzhen, X Mayo

 

Billi aus New York reist zurück in ihre Heimat China, wo ihre Großmutter im Sterben liegt. Letzteres allerdings verschweigt man der alten Frau und arrangiert stattdessen eine Hochzeit, um die Familie noch einmal vereinen zu können. Billi spielt das fragwürdige Spiel mit, stößt aber schon bald auf Grenzen. Tragikomisches Familiendrama über gut gemeinte Lügen.

 

 


Die Wütenden - Les Misérables

Frankreich 2019, Laufzeit: 102 Min., FSK 12

Regie: Ladj Ly

Darsteller*innen: Damien Bonnard, Alexis Manenti, Djebril Didier Zonga

 

Monfermeil, der Vorort von Paris, an dem Victor Hugo 1862 seine „Les Misérables“ ansiedelte. Hier tritt Stéphane seinen neuen Job in der Anti-Verbrechen-Brigade an. Die Spannungen in der multikulturellen Banlieue liegen klar auf der Hand. Als das Löwenbaby eines Bandenbosses entführt wird, droht die Situation zu eskalieren. Ein Junge wird dabei von einem Gummigeschoss der Polizei verletzt, alles aufgezeichnet von einer Drohne. Stéphanes moralischer Kompass, die Loyalität gegenüber seinen Kolleg*innen und die Verantwortung gegenüber den Bewohner*innen des Banlieus werden auf eine harte Probe gestellt.

 


Frauen*rechte reparieren: Doku WATERPROOF & Filmgespräch mit Regisseurin Daniela König

Deutschland 2019, Laufzeit: 90 Min.

Regie: Daniela König

 

Aysha, Khawla und Rehab sind Klempnerinnen in einem der trockensten Länder der Welt: Jordanien. Aysha wurde von Khawla Al-Sheikh, der ersten Klempnerin Jordaniens, ausgebildet. Seitdem arbeiten sie zusammen in Khawlas Vereinigung für Klempnerinnen und sind enge Freundinnen geworden. Khawla hat scheinbar alles erreicht, bis sie wegen Korruptionsverdacht vor Gericht treten muss. Der Ruf der NGO leidet ebenso wie die Freundschaft zwischen Aysha und Khawla.

Die erste Langzeitdoku der in Görlitz aufgewachsenen Regisseurin Daniela König gewann im Rahmen des Dok.Leipzig Festivals 2017 den EWA Development Award für ‘Best Female Driven Documentary’.

Wir freuen uns, Daniela König zur Vorführung und für ein Filmgespräch im Anschluss bei uns begrüßen zu dürfen!

 


Sorry, we missed you

Großbritannien, Belgien, Frankreich 2018, Laufzeit: 100 Min., FSK 12

Regie: Ken Loach

Darsteller*innen: Kris Hitchen, Debbie Honeywood, Rhys Stone

 

Ricky und Abby leben mit ihren zwei Kindern im nordenglischen New Castle. Abby ist Altenpflegerin, Ricky will sich als Kurierfahrer selbständig machen. Doch schon bald müssen er und seine Familie erfahren, dass der Traum, „sein eigener Chef“ zu sein, neoliberale Augenwischerei ist. Wie schon bei „I, Daniel Blake“ (der 2016 in Cannes die Goldene Palme gewann), richtet Regisseur Ken Loach den Blick auf die Arbeiter*innen, die durch neoliberale Wirtschaftspolitik und den Abbau von Sozialgesetzen jeden Tag aufs Neue um die reine Existenz kämpfen müssen. „Lange wurde uns erzählt, wenn du hart arbeitest und darum kämpfst, dann hast du ein gutes Leben, kannst deine Familie versorgen und bist sicher. Aber das hat sich geändert - und das ist kein Scheitern des Kapitalismus, das ist einfach purer Kapitalismus, wie er funktioniert“, sagte Loach auf der Pressekonferenz zu seinem Film in Cannes.

 


Stummfilmabend: Film Terje Vigen (1917) mit Livemusik

Schweden 1917, Laufzeit: 59 Min., FSK o.A.

Regie: Victor Sjöström

Darsteller*innen: Victor Sjöström, Bergliot Husberg, August Falck, Edith Erastoff

 

Der Film, der auf einer Ballade von Henrik Ibsen basiert, erzählt die melodramatische Geschichte des norwegischen Fischers Terje Vigen und seiner Familie. Zu Beginn sehen wir ihn als alten Mann, der aus seiner Hütte auf die Brandung blickt. Seine bewegte Lebensgeschichte wird nun in einem Rückblick erzählt. Der Film wurde im Jahr 2006 restauriert. Die Zwischentitel geben nicht, wie sonst üblich, Handlungsbeschreibungen und Dialoge wieder, sondern zitieren ausschließlich Ausschnitte aus der Ballade von Henrik Ibsen.

Im Rahmen der Tour 'SPRACHLOS - Stummfilme mit Live-Musik' kommt die Band um Simon Quinn, der auch die Filmmusik komponierte, ins CamilloKino. Zur Einstimmung zeigen wir den  Vorfilm „Der Wechsel“.

 

Vorfilm: Der Wechsel

 

Deutschland 2016, Laufzeit: 6 Min., FSK 0

Regie: Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler

Musik/Sounddesign: Robert Nacken, Pedja Avramovic

Darsteller*innen: Christos Dassios, Rico Burgmann, Andrea Kiyek, Markus Mischkowski 

 

Ein entliehener 50-Euro-Schein wechselt die Besitzer und tilgt dabei alle Schulden – eine Parabel auf die aktuelle Schuldenkrise und Theorie der Geldzirkulation, als Hommage an den frühen Stummfilm in Szene gesetzt.

 

 


Das letzte Geschenk (OmU)

Argentinien, Spanien 2017, Laufzeit: 91 Min., FSK o.A,

Regie: Pablo Solarz

Darsteller*innen: Miguel Ángel Solá, Ángela Molina, Natalia Verbeke

 

Abraham, ein 88-jähriger, kauziger Schneider soll ins Altersheim gesteckt werden. Da steigt er kurzerhand ins Flugzeug und macht sich auf die abenteuerliche Reise von Buenos Aires nach Polen, um nach 70 Jahren ein Versprechen einzulösen. Er sucht den Jugendfreund, der ihm während des Holocaust das Leben rettete, um ihm ein besonderes Geschenk zu bringen: Den letzten von ihm handgefertigten Anzug. Der eigensinnige Abraham verliert auf seiner Odyssee quer durch Europa sein Visum, sein Geld, und fast auch sein Bein, trifft auf schräge Gestalten und lernt besondere Menschen kennen, wie die Anthropologin Ingrid, die ihm hilft, Deutschland zu durchqueren ohne einen Fuß auf deutschen Boden setzen zu müssen.

 


Filmreihe vhs Görlitz: Ciemno, prawie noc/Dunkel, fast Nacht (OmU)

Polen 2019, Laufzeit: 114 Min., FSK: 

Regie: Borys Lankosz,

Darsteller*innen: Magdalena Cielecka, Marcin Dorociński, Agata Buzek, Piotr Fronczewski

 

Während ihrer eigenmächtigen Ermittlungen nimmt Alicja ganz unerwartet eine Spur von dramatischen Ereignissen auf, die Jahrzehnte zuvor begann. Auf der Suche nach der Wahrheit sieht sich die Journalistin einer neuen Bedrohung ausgesetzt. Zudem lassen sie die schockierenden Geschehnisse aus ihrer eigenen Kindheit, vor denen sie ihr gesamtes Erwachsenenleben geflohen war, nicht los. Im Laufe der Geschichte verbinden die düsteren Vorfälle alles miteinander: das Verschwinden der Kinder, die kriegsbefleckte Vergangenheit, die Legende von einem verlorenen Schatz und sogar Alicjas Schicksal. Sie wird auf ihrer Reise dem reinen Bösen begegnen, aber auch Verbündete finden, die auf der Seite des Guten stehen.

„Dunkel, fast Nacht“ ist die Verfilmung des gleichnamigen internationalen Bestsellers von Joanna Bator, der mit dem Internationalen Hermann-Hesse-Preis 2018 ausgezeichnet wurde.

 

Bei Voranmeldung in der vhs erhalten Sie im Kino den ermäßigten Eintrittspreis 4,00 € statt 5,00 €. 

 

Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt der Volkshochschule Görlitz mit der Filiale Leipzig des Polnischen Instituts Berlin und dem CamilloKino in Görlitz.

 

 


02.04.2020 um 20 Uhr Deutschlandtour: Grenzgebiete

Zum deutschlandweiten Start soll die sympathische und kleine Produktion des Regisseurs  Matti Cordewinus in über 50 Kinos in Deutschland gelichzeitig laufen, darunter auch in Deinem Camillokino.

 

Unbeeindruckt von den Erwartungshaltungen und Sehgewohnheiten der eigenen Subkultur entwickelt Grenzgebiet einen ganz eigenen Blick auf Graffiti und dessen Dokumentation. Schnell, laut und auf Action gebürstet, darum geht es in vielen Streifen, sicherlich zu Recht. Aber genau deswegen wirkt Grenzgebiet so erfrischend, weil er eben genau das nicht macht und nicht will. Leichtfüßig drückt er auf die Bremse, gönnt sich lange Einstellungen, schräge Dialoge, skurrile Sequenzen, viel Natur, schöne Landschaften und geile Züge. Vieles ist zu sehen, nur eben kein einziges Graffiti. Und auch das ist so erfrischend, weil er damit die vielen Zwischentöne freilegt, die sonst kaum wahrgenommen werden aber zu Graffiti gehören, wie Sprühlack, Züge, Reisen u.v.m. Eine wunderbare Perspektive. Eine Perspektive die gelingt, weil sich alle Protagonist*innen kennen, befreundet sind und vier Wochen zusammen in einem alten Passat stecken mit dem sie durch Osteuropa fahren. Gesucht und gefunden werden Züge, doch am Ende geht es um viel mehr, wie sich im Laufe der Reise herausstellen wird.

 

 


SchulkinoWochen im CamilloKino (23.03.-03.04.)

 

 

 Die SchulKinoWochen verwandeln Kinosäle in ganz Sachsen jedes Jahr für zwei Wochen in Klassenzimmer. Das Angebot richtet sich an alle Lehrer*innen und ihre Klassen. Alle Filme, die wir bei den SchulKinoWochen zeigen, sind anregend, spannend und geben Impulse, die im Unterricht aufgegriffen werden können.

Die SchulKinoWochen Sachsen 2020 finden vom 23. März bis 3. April 2020 statt.

Weitere Informationen folgen.