Filmbeschreibungen

Der Januar im Camillo......


Astrid

 

Schweden, Deutschland, Dänemark 2018, Laufzeit: 123 Min., FSK 6

Regie: Pernille Fischer Christensen

Darsteller*innen: Alba August, Maria Bonnevie, Trine Dyrholm 

 

In ihrem Biopic „Astrid“ widmet sich die dänische Regisseurin Pernille Fischer Christensen vor allem den frühen Jahren im Leben der Astrid Lindgren. Als junge und unverheiratete Frau war die später weltberühmte Schöpferin von Figuren wie Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und sich als alleinerziehende Mutter in der Welt durchzusetzen. Mitreißend gespieltes skandinavisches Erzählkino.


kinderfilm: Der kleine Spirou

Frankreich 2016, Laufzeit: 86 Min., FSK 0

Regie: Nicolas Bary

Darsteller*innen: Sacha Pinault, Pierre Richard, François Damiens

 

Die Comicreihe „Spirou und Fantasio“ ist weltbekannt. Diese Realverfilmung erzählt davon, wie alles begann: Der spätere Abenteurer und Hotelpage Spirou ist zwölf Jahre alt und soll, nach Familientradition, die Hotelpagenschule besuchen. Darauf hat der Junge aber so gar keine Lust und versucht hartnäckig, seiner Bestimmung zu entgehen. Auf dass das mal nicht gut geht! Charmanter Film mit liebenswürdigen Figuren auf der Suche nach sich selbst.

 

 


Internationale Kinderfilmtage Görlitz

 

Im Rahmen eines studentischen interkulturellen Praxisprojekts in Kooperation mit dem Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL werden folgende spannende, bildungsreiche und ausgezeichnete Kinderfilme präsentiert. Die Filme werden jeweils durch ein Filmgespräch begleitet:

 

Eintritt 2 € Kinder/ 3€ Erwachsene 

Gefördert durch:


amelie rennt

Deutschland, Italien 2017, 95 Min., FSK 6 

Regie: Tobias Wiemann

Darsteller*innen: Mia Kasalo, Samuel Girardi, Susanne Bormann, Denis Moschitto, Jasmin Tabatabai

 

Die 13-jährige Amelie kann nicht akzeptieren, dass sie schwerkrank ist. Als sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall zu einer Spezialkur nach Südtirol geschickt wird, reißt sie aus. In den Bergen trifft sie den Dorfjungen Bart, der sie zu einem außergewöhnlichen Abenteuer herausfordert. 

 

Gelbe Blumen auf grünem gras

Vietnam 2015, 103 Min., FSK 10 

Regie: Victor Vu

Darsteller*innen: Thinh Vinh, Trong Khanh, Thanh My

 

In märchenhaft poetischen Bildern erzählt der Film die Geschichte der Brüder Thieu und Tuong, die im ländlichen Vietnam der 1980er Jahre alle Abenteuer des Alltags teilen und durch die gemeinsame Zuneigung zum Nachbarsmädchen Moon vor eine große Herausforderung gestellt werden.

 

Hinter der blauen tür

Polen 2016, 90 Min., FSK 12

Regie: Mariusz Palej

Darsteller*innen: Dominik Kowalczyk, Ewa Blaszczyk, Magdalena Niec

 

Auf ihrer Fahrt in die Ferien erleiden der elfjährige Łukasz und seine Mutter einen schweren Autounfall. Daraufhin landet der Junge bei Tante Agata in einer unheimlichen Villa am Meer und wohnt in einem Zimmer mit einer blauen Tür. Und die führt ihn eines Tages in eine kalte Sciencefiction-Welt.

 

Der kronprinz

 

Tschechische Republik 2015, 92 Min., FSK 6 

Regie: Karel Janák

Darsteller*innen: Patrik Děrgel, Kryštof Hádek, Eva Josefíková

 

König Alexander ist Vater von zwei Söhnen. Doch der jüngere Karel ist krankhaft eifersüchtig auf Jan, den Kronprinzen. Um den Bruder auszuschalten, beraubt ihn der hinterhältige Karel mit einem magischen Trunk des Gedächtnisses. Doch Vorsicht: Jeder Zauber hat seinen Preis!


Drei Gesichter

Iran 2018, Laufzeit: 100 Min., FSK ohne Angabe

Regie: Jafar Panahi

Darsteller*innen: Behnaz Jafari, Jafar Panahi, Marziyeh Rezaei 

 

Angeregt durch das Video eines Mädchens, das verzweifelt davon träumt, Schauspielerin zu werden, reisen Regisseur Jafar Panahi und die befreundete Darstellerin Behnaz Jafar (beide spielen sich selbst) in das Dorf der jungen Frau. Roadmovie durch den nördlichen Iran, mit dem Panahi („Taxi Teheran“) die Hürden und Einschränkungen des Lebens dort nachvollzieht. Es ist der vierte „Nicht-Film“ von Panahi, der in seiner Heimat Iran Arbeitsverbot hat und daraus das Beste macht.

 


Kino oko

Ukrainische Kinoavantgarde sehen, hören, verstehen:

 

Wie klang die Industrie des frühen 20. Jahrhunderts und wie sah damals der urbane Frühling aus? Das zeigen Dsiga Wertow und Mikhail Kaufman mit eindrucksvoller Bildgewalt  – zwei Brüder, zwei Künstler.  Im Geiste des frühen Sozialistischen Realismus in der Sowjetunion schufen sie innovative, avantgardistische Kinofilme, die zu Klassikern des Dokumentar-Genres wurden. 

Eine Einleitung in den historischen und gesellschaftlichen Kontext der 20er Jahre, Livemusik und zwei hervorragende, längst vergessene und einst verbotene Filme versprechen einen spannenden Abend.

 

Filme:

Enthusiasm: The Symphony of Donbass (1931) & In Spring (1929)

 

Eintritt gegen Spende!


WELTOFFEN: REISe NACH jerusalem

Deutschland 2018, Laufzeit: 118 Min., FSK 6

Regie: Lucia Chiarla

Darsteller*innen: Eva Löbau, Beniamino Brogi, Constanze Priester 

 

Mit 39 Jahren ist Alice alleinstehend und arbeitslos, auch wenn sie gegenüber ihren Freund*innen behauptet, eine erfolgreiche Freelancerin zu sein. Eines Tages beschließt sie, sich nicht mehr vom Arbeitsamt herumkommandieren zu lassen, und verlässt ein für sie vollkommen sinnloses Seminar, wodurch jedoch ihre Bezüge gekürzt werden. Das Geld wird immer knapper, doch nach außen wahrt Alice den Schein und versucht, endlich wieder an ihr Leben vor der Arbeitslosigkeit anzuknüpfen. Ein stilsicheres Regiedebüt mit einer fabelhaften Hauptdarstellerin und der klaren Botschaft: Lass dich nicht unterkriegen!

 


Doku am Montag: Welcome to Sodom (OmU)

 

Österreich 2018, Laufzeit: 96 Min., FSK 6

Regie: Florian Weigensamer, Christian Krönes 

 

Dort landet also unser Hardware-Schrott: Auf der Deponie von Agbogbloshie, genannt Sodom. Hier in Ghana werden, vom PC bis zum Smartphone, unsere immer kurzlebigeren Wegwerfprodukte entsorgt. Minderjährige zerkleinern und schmelzen Hightechmüll ein, in der Tasche ein Hungerlohn, im Körper giftige Dämpfe. Die österreichische Doku blickt auf den Lebensalltag der Menschen vor Ort. 

 


Heavy Trip

 

Finnland, Norwegen 2018, Laufzeit: 91 Min., FSK 12

Regie: Juuso Laatio, Jukka Vidgren

Darsteller*innen: Johannes Holopainen, Samuli Jaskio, Max Ovaska, Minka Kuustonen

 

Turo versucht, seine eigenen Ängste zu überwinden, damit seine Heavy-Metal-Band nicht länger so gänzlich unbekannt bleibt, wie sie derzeit ist. Ruhm und Anerkennung sollen durch eine Teilnahme an Norwegens größtem Metal-Festival herbeigeführt werden. Doch der lange Weg der Band zum dortigen Auftrittsort ist gepflastert mit Grabräuber-Aktionen, Wikingern, bewaffneten Konflikten zwischen Finnland und Norwegen und nicht zuletzt natürlich auch jeder Menge Heavy-Metal-Musik. Absolut sympathische Außenseiter*innenkomödie, nicht nur für Metal-Heads!

 


WELTOFFEN: I, Olga (Omu)

Tschechien 2016, Laufzeit: 106 Min., FSK ohne Angabe

Regie: Thomas Weinreb, Petr Kazda

Darsteller*innen: Michalina Olszanska, Marika Šoposká, Martin Pechlát

 

Das Biopic nähert sich der Geschichte der Massenmörderin Olga Hepnarová, die im Juli 1973 mit einem LKW in eine Menschenmenge fuhr und so acht Menschen tötete. Sie wurde noch am Tatort widerstandslos verhaftet und wurde als letzte Person in der Tschechoslowakei zum Tode verurteilt. In einem Bekennerinnenschreiben legte sie wenige Tage später in großen Tageszeitungen ihre Motive dar. Dem Schreiben folgend entfaltet der in Schwarz-Weiß geschossene Film das freudlose Leben Hepnarovás vor den Zuschauer*innen. Ein intensiver, unbequemer Film, der lange nachwirkt.