Filmbeschreibungen

Der Mai im Camillo......


WELTOFFEN: transit

Deutschland, Frankreich 2018, Laufzeit: 101 Min., FSK 12

Regie: Christian Petzold

Darsteller*innen: Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese 

 

 

'Transit' - Christian Petzold adaptierte den berühmten Roman von Anna Seghers: Georg, ein deutscher Flüchtling, reist gerade noch rechtzeitig von Paris nach Marseille, bevor die deutschen Truppen ihn in der französischen Hauptstadt verhaften können. Doch auch Marseille ist nur eine Übergangsstation, bleiben darf nur, wer beweisen kann, dass er auch wieder zu gehen plant. Das kann Georg leicht bewerkstelligen, führt er doch im Gepäck die Papiere des Schriftstellers Weidel mit sich, der Selbstmord begangen hat - darunter auch die Zusicherung, von der mexikanischen Botschaft ein Visum ausgestellt zu bekommen. Dann trifft er Marie und verliebt sich in die geheimnisvolle Frau, die nach ihrem verschwundenen Ehemann sucht – einem Schriftsteller... 

 


familienfilm: Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes

 Schweiz 2018, Laufzeit: 90 Min., FSK 0

Regie: Manuel Flurin Hendry

Darsteller*innen: Stefan Kurt, Luna Paiano, Maxwell Mare 

 

Papa Moll soll sich ein Wochenende lang allein um die Kinder kümmern, Mama Moll plant einen Wellnessurlaub. Das kann nicht gutgehen, denn Papa Moll ist zwar liebenswert und kümmert sich aufopferungsvoll um seine Kinder, doch er ist auch ein wenig trottelig und muss noch dazu ausgerechnet an diesem Wochenende Überstunden in der Schokoladenfabrik schieben. Zu allem Überfluss bekommt er auch noch die Kinder seines Chefs Stuss aufgedrückt - die Erzfeinde seiner eigenen drei Kinder! Da ist das Chaos vorprogrammiert, obwohl Papa Moll zunächst noch versucht, zwischen den Streithähnen zu vermitteln. Kunterbunte Adaption des Schweizer Kultcomics!

 


Docteur Knock

  

Frankreich 2017, Laufzeit: 114 Min., FSK 6

Regie: Lorraine Levy

Darsteller*innen: Omar Sy, Alex Lutz, Ana Girardot 

 

Als junger Mann gaunerte er sich durchs Milieu, Jahre später fasst er als Dr. Knock (Omar Sy) mit abgeschlossenem Medizinstudium in einer verschlafenen Gemeinde Fuß. Das Problem dabei: Die Menschen sind viel zu gesund! Also lässt sich Dr. Knock einiges einfallen, um bei jedem*er eine passende Krankheit zu diagnostizieren und den Dörfler*innen so das Geld aus der Tasche zu ziehen. Während er auf eine der Dorfbewohnerinnen ein Auge wirft, holt ihn seine Vergangenheit ein... Eine kurzweilige Komödie mit dem Kinosuperstar Omar Sy (bekannt aus „Ziemlich beste Freunde“ und „Plötzlich Papa“).

 


dOKU AM sONNTAG: BAUER UNSER

Österreich 2016, Laufzeit: 92 Min., FSK 0

Regie: Robert Schabus 

 

Alle profitieren vom Preisverfall landwirtschaftlicher Produkte, bekanntes Beispiel hierfür ist die Diskussion um den Milchpreis. Ermöglicht hat das die neoliberale Politik mit ständigem Preisdruck. Wo das alles hinführt und bereits hingeführt hat, damit setzt sich diese Doku auseinander, die Bauernhöfe besucht und das zerstörerische Wirken von Handel und Agrarpolitik nachvollzieht. 

 

 

 


weltoffen: wohne lieber ungewöhnlich

 

Frankreich 2016, Laufzeit: 95 Min., FSK 0

Regie: Gabriel Julien-Laferrière

Darsteller*innen: Julie Gayet, Thierry Neuvic, Julie Depardieu 

 

Nach drei Ehen, aus denen drei Kinder hervorgegangen sind, heiratet Sophie ein viertes Mal. Ihr Patchwork-geplagter Sohn Bastien betrachtet die neue Liaison mit Argwohn, denn auch Sophies ehemalige Partner haben alle wieder geheiratet und weitere Nachkommen gezeugt, so dass über die Jahre ein kompliziertes Patchwork-Geflecht entstanden ist, das ständige Absprachen erfordert. Auch Bastiens Geschwister und Halbgeschwister haben das viele hin und her gründlich satt. Also drehen sie den Spieß um – sie beziehen gemeinsam eine Wohnung und zwingen nun ihre acht Elternteile, abwechselnd ihrer Sorgepflicht nachzukommen... Eine turbulente Komödie über die Schwierigkeiten moderner Familienmodelle.

 


ZUVI Kurzfilme am 7.05.2018 um 20 Uhr

 

Wo? Güterbahnhof Görlitz    

 

Die milden Temperaturen locken uns nach draußen: Im Sommer haben alle Filmbegeisterten Gelegenheit, Kino auch außerhalb unseres gemütlichen Gewölbes zu erleben! Am 7. Mai wird’s golden: Wir zeigen beim Zukunftsvisionen-Festival auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs die Oscar® Shorts 2018 – nominierte Kurzfilme aus dem Bereich Animation. Der Abend wird abwechslungsreich, inspirierend und preisverdächtig!

 

Mehr Infos zu den Shorts hier!

 


Neiße Film Festival 2018

NFF Open Air Warm-Up am 09.05. um 20:30 Uhr

Was? Kurzfilmprogramm, 75 Min.

Wo? Lutherplatz, 02826 Görlitz

Eintritt frei!

Vorverkauf NFF Karten

 

Die Open-Air-Saison wird eingeläutet!

Genießen Sie unterm Sternenhimmel in Görlitz auserlesene Kurzfilme aus der Reihe "Deutsches Fenster" und freuen Sie sich auf Geschichten aus dem Leben, Fiktionen und Animationen, Drama, Liebe und schwarzen Humor … Natürlich können Sie auch diese "Kurzen" zum Publikumsliebling wählen.


dIE INNERE sICHERHEIT

DE | 2001 | 106 min | Spielfilm        

 

Regie: Christian Petzold                              

Drehbuch: Christian Petzold, Harun Farocki                                  

Kamera: Hans Fromm                                  

Produktion: Florian Koerner von Gustorf, Michael Weber                         

Darsteller*innen: Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller, Bilge Bingül                        

 

Seit 15 Jahren leben die Eltern im Untergrund. Tarnen sich zwischen anonymen Tourist*innen an den Atlantikstränden Portugals. Damals brachen sie ein Tabu: sie haben eine Tochter gezeugt. Ein einsames Mädchen, das nie eine Schule besuchte oder Klamotten mit ihren Freund*innen tauschte. Als die Eltern sich beinahe eine halbwegs legale Identität in Brasilien schaffen können, bricht durch eine Unachtsamkeit alles zusammen. Noch einmal müssen sie fliehen – diesmal nach Deutschland. Doch ihre Tochter hat sich verliebt: eine Liebe, die zu einer Tragödie führt und die Familienzelle zerstören wird.

 

Vakuum

Regie: Christine Repond

Drehbuch: Christine Repond, Silvia Wolkan

Kamera: Aline László

Produzent: Karin Koch

Darsteller: Robert Hunger-Bühler, Barbara Auer

 

Inmitten der Vorbereitungen für ihren 35. Hochzeitstag erfährt Meredith, dass sie HIV-positiv ist. Als Überträger kommt nur ihr Mann André in Frage, der sie jahrelang mit Prostituierten betrogen hat. Meredith konfrontiert André mit der Diagnose und wirft ihn aus dem Haus. Doch sie erträgt das Alleinsein kaum und lässt seine Rückkehr zu. Gemeinsam versuchen beide, sowohl ihre Ehe als auch die Krankheit in den Griff zu bekommen. Voller Wut, Hoffnung und Mut spürt Meredith, dass eine gemeinsame Zukunft nur möglich ist, wenn sie André restlos verzeiht. Doch wie viel Verletzung hält Liebe aus?

 

Svět podle Daliborka

CZ, SK, GB | 2017 | 105 min | Dokumentarfilm

Regie: Vít Klusák

Drehbuch: Vít Klusák, Marianna Stránská, Adéla Elbel

Kamera:  Adam Kruliš

Produktion: Vít Klusák, Filip Remunda

Schnitt: Jana Vlčková

 

Daliborek, ein fast 40-jähriger Industriemaler, lebt zusammen mit seiner Mutter in einer kleinen tschechischen Stadt. Er macht Amateur-Horrorfilme, bewundert Adolf Hitler und postet zornige Lieder. Denn er hasst seine „Arbeit, Zigeuner, Homosexuelle, Flüchtlinge, Angela Merkel“ und hat Angst vor Zahnärzt*innen, Spinnen und Großstädten. Als seine Social-Media-süchtige Mutter ihren neuen Facebook-Liebhaber mitbringt, will auch Daliborek seine erste Liebe finden. Der tragikomische Einblick in die Welt "gewöhnlicher, anständiger Tschech*innen" gipfelt in einer unerwarteten Reise der drei Protagonist*innen.  

 

České studentské revolty

CZ | 2016 | 52 min| Dokumentarfilm

Regie: Olga Sommerová

Drehbuch: Hanna Stibralová, Olga Sommerová

Kamera: Olga Špátová

Produktion: Radim Smekal, Alena Müllerová

Schnitt: Šárka Sklenářová

 

Die Dokumentation „České studentské revolty“ des Tschechischen Fernsehens vergleicht die tschechischen Student*innenbewegungen der 60er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. In der tschechisch-slowakischen Geschichte spielt der politische Widerstand der Prager Student*innen, die für ihre Sehnsucht nach Freiheit auf die Straße gingen, eine Schlüsselrolle. Das Neisse Filmfestival zeigt den ersten Teil dieser packenden Dokumentation über die Bewegung der 1960er Jahre mit Protagonist*innen wie Tatyana Holečková, Karel Kovanda, George Mueller, Zdeněk Pinc, Miroslav Tyl und Petr Blažek.

 

 Mit Vorfilm: Jan Palach

CS | 1969 | 8 min

Filmessay aus den Tagen der Beerdigung Jan Palachs, der sich aus Protest gegen die sowjetische Okkupation im Januar 1969 verbrannte. Dieses eindrucksvolle filmische Zeugnis galt lange als verloren.

 

 

Wildes Herz

DE | 2017 | 90 min | Dokumentarfilm

Regie: Charly Hübner, Sebastian Schultz

Drehbuch: Charly Hübner, Sebastian Schultz

Kamera: Martin Farkas, Roman Schauerte

Produktion: Lars Jessen, Sebastian Schultz

Schnitt: Sebastian Schultz

 

Ein Dorf in den Weiten Mecklenburg-Vorpommerns. Geprägt vom politischen Wandel der letzten Jahrzehnte ist hier eine Band entstanden, die etwas zu sagen hat – und das sehr laut: FEINE SAHNE FISCHFILET um Jan "Monchi" Gorkow, eine der erfolgreichsten deutschen Punkbands. Sie sorgt dafür, dass die Wüste weiterlebt und MeckPomm noch nicht komplett im Arsch ist. Lautstark und lustvoll besingen sie die Lücke im System, die ihre Heimat ist. Mitreißendes Porträt eines jungen Musikers, der sich mit großem Herzen und noch größerer Klappe gegen den Rechtsruck stemmt und dabei von nichts aufzuhalten ist!

 

 

Stebuklas

LT, BG, PL, FR, UK | 2017 | 91 min | Spielfilm

Regie: Egle Vertelyte

Drehbuch: Egle Vertelyte

Kamera: Emil Christov

Produktion: Lukas Trimonis, Radoslawa Bardes, Jacek Kulczycki

Darsteller*innen: Egle Mikulionyte, Vyto Ruginis, Daniel Olbrychski, Andrius Bialobzeskis

 

Irena, eine Frau mittleren Alters, lebt ein trostloses Leben in einer kleinen Stadt in Litauen. Sie ist Verwalterin einer Schweinefarm, wird von ihren Mitarbeiter*innen verachtet und kümmert sich um ihren alkoholkranken Ehemann. Alles ändert sich mit der Ankunft eines gutaussehenden Fremden, der die Farm kaufen will und verspricht, Litauen wieder groß zu machen. Trotz anfänglichen Misstrauens erweckt er die Stadt zu neuem Leben und auch Irena gerät in seinen charismatischen Bann. Getragen von einer bittersüßen Melancholie und Schlichtheit erinnert „Stebuklas“ an die Filme von Aki Kaurismäki.

 

 

Kurzfilmprogramm block 3

94 min

 

Gefühle, Gedanken, Gänsehaut! Genreübergreifend und facettenreich, dramatisch, berührend, märchenhaft, spannend, witzig, musikalisch, Horizont erweiternd; Dokumentationen, Animationen, Fiktionen ... Künstlerische Freiheit und Innovation kann selten so ausgelebt werden wie im Kurzfilm. Junge Filmschaffende, vor allem Studierende, haben sich also wieder ins Zeug gelegt und sich mit über 300 teils glanzvollen Einreichungen ihrer aktuellen Werke um eine Teilnahme am diesjährigen Kurzfilmwettbewerb beworben. 32 deutsche, polnische und tschechische Shorts, aufgeteilt in 4 Kurzfilmprogramme, stellen sich nun dem Urteil der Jury und des Publikums. Und wer die Kurzen genauso liebt wie wir, dem seien auch die Open Airs in Görlitz am 9. Mai und in Zittau am 10. Mai jeweils ab 20:30 empfohlen.

 

 

Twarz

PL | 2017 | 91 min | Spielfilm

Regie: Małgorzata Szumowska

Drehbuch: Małgorzata Szumowska, Michał Englert

Kamera: Michał Englert

Produktion: Jacek Drosio, Małgorzata Szumowska, Michał Englert

Darsteller*innen: Mateusz Kościukiewicz, Agnieszka Podsiadlik, Małgorzata Gorol, Anna Tomaszewska

 

Jacek genießt das Dasein als cooler Außenseiter in einem ansonsten eher konservativen kleinen Dorf. Doch ein schwerer Arbeitsunfall auf der Baustelle für die größte Christusstatue der Welt bringt sein Leben aus dem Takt: Er muss sich einer Gesichtstransplantation unterziehen – der ersten dieser Art im Land. Während die Öffentlichkeit rege Anteil nimmt und die Statue weiter wächst, trifft Jacek, nun völlig entstellt, auf die Ablehnung von Freund*innen, Familie, Dorfgemeinschaft. Eine böse Farce über polnische Zustände, das Leben in der Provinz und ein Land, das seinen Glauben in Stein meißeln lässt.

 

Człowiek z magicznym pudełkiem

PL, IT | 2017 | 103 min | Spielfilm

Regie: Bodo Kox

Drehbuch: Bodo Kox

Kamera: Arkadiusz Tomiak, Dominik Danilczyk

Produktion: Izabela Igel, Roman Jarosz

Darsteller*innen: Olga Bołądź, Piotr Polak, Sebastian Stankiewicz, Helena Norowicz

Szenenbild: Wojciech Żogała

 

 

Warschau im Jahr 2030: Die Stadt liegt in weiten Teilen in Trümmern, ein Krieg hält die Welt im Griff und das Regime hat die totale Kontrolle. So die ungemütliche, dystopische Ausgangssituation, aus der sich eine Zeit und Grenzen überschreitende Liebesgeschichte entwickelt. Adam, ein Outsider mit Gedächtnisverlust, findet in seiner neuen Wohnung ein magisches Radiogerät aus den 1950er Jahren, das sich als Zeitmaschine entpuppt. Es teleportiert ihn ins Jahr 1952 – und dort steckt er fest. Besorgt über seine Abwesenheit macht sich seine Geliebte Gloria auf eine gefährliche Suche nach ihm.

 

 

fame

IT, FR | 2017 | 60 min | Dokumentarfilm

Regie: Giacomo Abbruzzese, Angelo Milano

Drehbuch: Giacomo Abbruzzese, Angelo Milano

Kamera: Giacomo Abbruzzese, Angelo Milano

Produktion: Marco Alessi, Sébastien Hussenot

Schnitt: Giacomo Abbruzzese, Angelo Milano

 

Das süditalienische Dorf Grottaglie, eher bekannt für sein Keramikhandwerk, entwickelte sich von 2008 bis 2012 zum Zentrum internationaler Streetart. Bekannte Künstler*innen wie Blu, Conor Harrington, Erica il Cane und Vhils pilgerten zum Straßenkunstfestival FAME und präsentierten ihre Kunst auf historischen Hauswänden und Stadtmauern. Der Mann hinter dem Phänomen ist Angelo Milano, der Mitte der 2000er Jahre aus Bologna in seine Heimat zurückkehrte und Künstler*innen zu sich einlud. Ohne dass die Stadt es wirklich wahrnahm, entstand das Festival als ein Mythos von Improvisation, Chaos und Hingabe.

 

 

Over the limit

PL, DE, FI | 2017 | 74 min | Dokumentarfilm

Regie: Marta Prus

Drehbuch: Marta Prus

Kamera: Adam Suzin

Produktion: Maciej Kubicki, Anna Kępińska

Schnitt: Maciej Pawliński

 

"Du bist kein menschliches Wesen, du bist ein Athlet!", so die Trainerin zu Margarita Mamun, der 19-jährigen russischen Weltmeisterin. Der Film beleuchtet ein wegweisendes Jahr im Leben der großen Rhythmik-Gymnastin, von den Weltmeisterschaften 2015 bis zu den Olympischen Spielen 2016. Ihr letztes großes Ziel vor dem Ende ihrer Laufbahn ist Olympiagold. Das Training ist hart, der mentale und physische Druck hoch, auch angesichts jüngerer Konkurrentinnen. Was bedeutet es, ständig unter solchem Erwartungsdruck zu leben? Ein Film über den Kampf um seine Träume und die Einsamkeit der Auserwählten.

 

 

Pomiędzy słowami (Eröffnungsfilm)

 

PL, NL | 2017 | 85 min | Spielfilm

Regie: Urszula Antoniak

Drehbuch: Urszula Antoniak

Kamera: Lennert Hillege

Produktion: Łukasz Dzięcioł, Piotr Dzięcioł, Floor Onrust

Darsteller*innen: Jakub Gierszał, Andrzej Chyra, Christian Löber, Justyna Wasilewska

 

Der junge, ambitionierte und leicht zynische Anwalt Michael, der vermutlich einmal Michał hieß, lebt in Berlin – ein versnobter Karrieremensch ohne Sozialleben. Unvermittelt taucht sein unbekannter, totgeglaubter Vater auf: ein mittelloser Ex-Punk und Lebenskünstler. Seine Anwesenheit beginnt Vergangenheit und Innenleben von Michael/Michał freizulegen und bringt etwas Vergessenes, Verdrängtes in ihm zum Schwingen. Eine Geschichte über Migration, behutsam erzählt in schlanken Schwarz-Weiß-Bildern, die statt auf Spannung lieber auf offene Fragen setzt, die der*die Zuschauer*in selbst beantworten muss.

 

Preisträgerfilm

 

Wurden beim ersten NFF 2004 nur zwei Preise vergeben, erhalten mittlerweile neun Filme einen der begehrten Neiße-Fische. Die glücklichen Gewinner*innen werden bei der Preisverleihung am Samstag im Miejski Dom Kultury in Zgorzelec verkündet. Wer nicht alle Filme des Festivals sehen konnte, hat die Chance, ausgewählte Preisträgerfilme in Sondervorführungen am Tag darauf zu genießen. Wann welcher Preisträgerfilm läuft, wird am Samstag, den 19. Mai 2018 gegen 21 Uhr auf www.neissefilmfestival.net unter "Aktuell" bekannt gegeben.